Friendly PingMikro-Meditationen
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Über diese App

Ein Abend am Bett meiner Kinder hat alles ausgelöst. Wie daraus eine App wurde — und wofür sie da ist.

Warum es Friendly Ping gibt

2017 hatte ich eigentlich alles, was ich mir hätte wünschen können. Ich war Anfang dreißig, hatte eine junge Familie, gerade war mein zweites Kind geboren, wir lebten in unserem eigenen Haus, und ich hatte einen Beruf, den ich liebte. Ingenieur, später Entwicklungsleiter und CTO. Wenn man mein Leben von außen betrachtet hätte: Viele der großen Häkchen waren gesetzt.

Aber irgendetwas stimmte nicht.

Ich erinnere mich besonders an einen ganz einfachen Moment. Ich saß am Bett meiner Kinder und las ihnen eine Gute-Nacht-Geschichte vor.

Eigentlich war es einer dieser vollkommenen kleinen Momente, aus denen ein glückliches Leben besteht. Das Zimmer war warm. Ein Kind lag auf meinem Schoß, das andere eingekuschelt unter der Decke. Ihre kleinen Körper ganz nah bei mir, der vertraute Geruch ihrer Haare, die leisen Geräusche, wenn sie sich bewegten. Draußen wurde die Welt langsam still.

Ich hielt das Buch in der Hand und las. Meine Kinder hörten zu, schauten mit großen Augen die Bilder an und warteten gespannt darauf, wie es weitergeht.

Alles war da.

Und ich?

Ich war nicht wirklich dort.

Ich hatte die unglückliche Fähigkeit entwickelt, Seite um Seite vorzulesen, ohne auch nur einen Satz zu verstehen. Ich analysierte mein Abschneiden im letzten Gespräch mit einem Kollegen — wieso fällt mir das passende Argument nie im richtigen Moment ein? Ich schrieb im Kopf die nächste E-Mail; das Thema drängte mich schon so lange, es war Zeit, dass da mal jemand auf den Tisch haute.

Ich war körperlich am Bett meiner Kinder — und innerlich gefangen in meinem eigenen Kopf.

Das Verrückte daran war: Ich bemerkte es. Und konnte es nicht ändern. Jedenfalls nicht dauerhaft.

Ich wusste, dass ich gerade einen der schönsten Momente meines Lebens verpasste. Ich spürte, wie die Zeit sich beschleunigte und mein Leben an mir vorbeizog. Und ich spürte, dass ich in meinem eigenen Leben nicht richtig anwesend war.

Da wurde mir etwas sehr deutlich.

Vielleicht besteht ein erfülltes Leben gar nicht aus den großen Dingen, auf die wir hinarbeiten. Vielleicht besteht es aus genau solchen kleinen Momenten. Aus dem Lachen der eigenen Kinder. Aus einer Umarmung. Aus einem gemeinsamen Essen. Aus Wind auf der Haut. Aus Musik, die einen berührt. Aus einem Gespräch mit einem Menschen, den man liebt. Und auch aus dem Blick durch ein verregnetes Fenster, auf dem Weg zur Arbeit.

Intuitiv war mir klar: Im Äußeren brauchte ich die Antwort auf diese Frage gar nicht erst zu suchen.

Das war für mich der Anfang einer Reise nach innen.

Die Reise nach innen

Ich begann, mich mit Philosophie, Weisheitslehren und Meditation zu beschäftigen. Ich las sehr viele Bücher, hörte Podcasts und arbeitete mich durch unterschiedliche Lehrer und Traditionen.

Besonders geprägt haben mich der Stoizismus, der Buddhismus und Ideen, die mir vorher völlig unbekannt waren — allen voran die Nondualität. Es öffneten sich ganze Universen. Ich hörte unzählige Stunden von und über Lehrer wie Eckhart Tolle, Alan Watts, Mooji und Rupert Spira, und über Stoiker wie Seneca, Marc Aurel und Epiktet.

Sehr schnell fand ich mich im Buddhismus wieder.

Was mich zuerst faszinierte, war die Präzision, mit der dort genau das Problem beschrieben wird, das ich selbst erlebt hatte: ein ständig kommentierender Geist, der uns aus dem unmittelbaren Erleben herauszieht und in Gedanken über Vergangenheit und Zukunft festhält.

Als Ingenieur hat mich das auf eine besondere Weise angesprochen. Wenn eine Tradition das Problem so genau beschreibt, dachte ich, dann lohnt es sich herauszufinden, ob sie auch etwas über die Lösung weiß.

Ich begann intensiver zu praktizieren, wurde Teil eines Zen-Klosters um Zen Meister Hinnerk Polenski und entwickelte über die Jahre eine feste Meditationspraxis.

Ich lernte, dass die Stimme in meinem Kopf nicht einfach „ich" ist. Gedanken tauchen auf. Sie kommentieren, bewerten, planen und erzählen Geschichten. Und man kann lernen, sie wahrzunehmen, ohne ihnen jedes Mal zu folgen.

Auf dem Meditationskissen konnte ich immer wieder erleben, was es bedeutet, wirklich präsent zu sein.

Die Lücke zwischen Meditation und Alltag

Die Meditation funktionierte. Der Alltag war schwieriger.

Morgens eine schöne Sitzung — und wenige Stunden später platzt einem im Meeting der Kragen. Eine tiefe Meditation am Morgen — und trotzdem zieht der ganze Tag vorbei, bevor er richtig begonnen hat.

Man weiß, wie es sich anfühlt, präsent zu sein. Und vergisst es trotzdem immer wieder.

Der Alltag ist so voll von Aufgaben, Gesprächen, Nachrichten, Entscheidungen und Gedanken, dass man irgendwann wieder vollständig auf Autopilot läuft.

Genau darin lag für mich die entscheidende Frage: Wie bekommt man die Qualität, die man in der Meditation erfährt, in den ganz normalen Tag?

Ich probierte verschiedene Techniken aus und suchte nach kleinen Ankerpunkten — nach Möglichkeiten, mich immer wieder daran zu erinnern, bewusst zu sein. Ich suchte nach einer einfachen Timer-App, mit der ich mir solche Erinnerungen einplanen konnte. Kleine Pings in den Wogen des Alltags.

Ich fand keine, die das auf die richtige Weise tat.

Aus meinen Tagebüchern wurden Friendly Pings

Während dieser Jahre hatte ich sehr viel aufgeschrieben. Gedanken aus Büchern. Zitate. Erkenntnisse aus Meditationen. Fragen. Kleine Übungen. Sätze aus Podcasts. Geschichten von Lehrern. Dinge, die mich im richtigen Moment zurückgebracht hatten.

Über viele Jahre entstand so eine persönliche Sammlung in meinen Tagebüchern. Wenn ich heute darin lese, finde ich immer wieder kleine Essenzen:

Sei hier. Spüre deinen Körper. Beobachte den Gedanken, ohne ihm zu folgen. Atme. Du musst diesen Moment nicht verändern. Komm zurück.

Aus diesen Aufzeichnungen entstand die Idee, die Essenzen in kurze Erinnerungen zu verwandeln. Die Friendly Pings.

Sie sind keine Sammlung beliebiger Motivationssprüche. Sie sind aus vielen Jahren des Lesens, Zuhörens, Reflektierens und Praktizierens entstanden — und werden für Friendly Ping sorgfältig ausgewählt, verdichtet und kuratiert.

Ein Ping ist keine weitere Aufgabe

Ein Friendly Ping soll dich nicht dazu bringen, noch etwas auf deiner To-do-Liste zu erledigen. Du musst ihn nicht in deinen Kalender einplanen.

Er liegt unter deinem Alltag. Wie ein kleiner Samen im Boden.

Vielleicht passiert beim ersten Ping nicht viel. Du hörst den Klang, atmest einmal bewusst, spürst deinen Körper und gehst weiter.

Dann kommt der nächste. Und noch einer.

Mit der Zeit beginnen diese kleinen Erinnerungen Wurzeln zu schlagen. Und irgendwann passiert etwas Besonderes: Ein Moment blüht auf.

Du sitzt mit deinen Kindern am Tisch. Du gehst durch den Wald. Du wartest an einer roten Ampel. Du spürst den Wind auf deiner Haut. Du hörst Musik. Du hältst einen Menschen, den du liebst, im Arm.

Und plötzlich bemerkst du ihn: diesen Moment, der die ganze Zeit schon da war.

Vielleicht brauchst du irgendwann keinen Text mehr. Dann reicht der Klang. Und eines Tages brauchst du vielleicht auch ihn nicht mehr — weil die Erinnerung ein Teil von dir geworden ist.

Von der Meditation in den Alltag

Für mich ist Friendly Ping deshalb keine klassische Meditations-App. Es geht nicht darum, noch mehr Zeit auf dem Kissen zu verbringen. Es geht darum, das, was wir dort lernen, mit in unser Leben zu nehmen.

Jeder Ping ist ein kleiner Anker. Ein kurzer Moment, in dem wir aus dem Autopiloten aussteigen und wieder wahrnehmen, was gerade tatsächlich passiert.

Der Ping soll dich nicht aus deinem Alltag herausholen. Er soll dich in das wahre Leben zurück holen. In diesen Moment, hier und jetzt.

Und je mehr solcher Momente entstehen, desto weniger braucht es irgendwann die Erinnerung.

Die Samen sind gesät. Die Brücke ist gebaut. Und der Moment beginnt von selbst zu blühen.

Meine Mission

In wenigen Jahren wird es für sehr viele Menschen eine Selbstverständlichkeit sein, dass sie eins mit dem Universum sind. Es wird so einfach sein.

Und dann, vielleicht, werden wir in der Lage sein, mit Technologie weiser umzugehen – mit Liebe statt Hass für unsere Umwelt.

— Alan Watts, Ende der 1960er Jahre

Dieses Zitat steht seit der ersten Fassung in der App. Es ist der Grund, warum sie so gebaut ist, wie sie gebaut ist.

Über Jahrhunderte hat die Menschheit enorme technologische Fortschritte gemacht — moderne Medizin, Raumfahrt, künstliche Intelligenz. Immer mehr Menschen spüren, dass dieser Fortschritt einseitig verläuft und dass es Zeit wird, unsere psychologischen und spirituellen Fähigkeiten ebenso zu entwickeln.

Genau dazu möchte ich einen Beitrag leisten — mit denselben Mitteln, die uns sonst aus dem Moment ziehen. Das Gerät in deiner Tasche kann dich auch zurückholen.

Das ist mein Nordstern. Für eine bewusste Welt.

Wer dahintersteht

Dr. Stefan Borja Bammesberger
Dr. Stefan Borja Bammesberger

Friendly Ping ist zusammen mit Zen.Here.Now entstanden – einer Instagram-Community rund um Achtsamkeit und Meditation, die ich, Dr. Stefan Borja Bammesberger, gegründet habe.

Hauptberuflich leite ich die Entwicklung in einem Robotik-Unternehmen für Laborautomation — mein Hintergrund ist also durch und durch rational und naturwissenschaftlich nüchtern. Vielleicht ist das der Grund, warum mich am Buddhismus zuerst seine Genauigkeit überzeugt hat und nicht seine Spiritualität.

Auf meinem Weg begleiten und inspirieren mich Menschen wie Eckhart Tolle, Alan Watts, Thich Nhat Hanh, Mooji, Rupert Spira und Hinnerk Polenski — und nicht zuletzt der Buddha selbst.

Es ist mein Herzensprojekt: Hier fließt meine ganze Leidenschaft für Achtsamkeit und Meditation ein. Auf Instagram teile ich Impulse, Gedanken und Inspirationen rund um dieses Thema – schau gerne vorbei:

Brücke vom Meditationskissen in deinen Alltag.

Achtsamkeit mitten in dein Leben bringen. Jetzt einfach ausprobieren.

Sei bei der Beta dabei

Danke für dein Interesse an Friendly Ping – einer App für Mikro-Meditationen mitten im Alltag. Der Fragebogen dauert etwa 2 Minuten und hilft mir, eine gute Beta-Gruppe zusammenzustellen.

Wie oft meditierst oder übst du gerade Achtsamkeit? *
Wie gut gelingt es dir, deine Meditationserfahrung in den Alltag zu bringen und dort wirklich etwas zu bewirken? *
Hättest du grundsätzlich Interesse daran, tagsüber an eine kurze Achtsamkeitsübung erinnert zu werden? *
Ist es für dich in Ordnung, diese Erinnerungen auf deinem Handy zu bekommen? *
Welches Smartphone nutzt du? *
Hast du schon einmal Meditations-Apps benutzt? *
Wärst du bereit, die App 2–3 Wochen aktiv zu nutzen und danach kurz Feedback zu geben? *
Hättest du auch Lust auf ein kurzes 15-minütiges Gespräch? *

Android-Nutzer: Bitte die E-Mail-Adresse eures Google-Kontos angeben (nötig für den Beta-Zugang im Play Store).

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